»Unternehmen des Industriestammtisches unterstützen gemeinsam das „Bündnis für den Bahnverkehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt“ und dessen Ziele«

Bei seinem jüngsten Treffen befasste sich der Industriestammtisch mit der künftigen Bahnanbindung des Landkreises. Hierbei stellte Dr. Klaus Frank, Mitglied des Industriestammtisches und Sprecher des „Bündnis für den Bahnverkehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt“, die Ziele des Bündnisses und dessen bisherige Aktivitäten vor. Zugleich warb Dr. Frank bei den vertretenen Unternehmen und Landrat Marko Wolfram um Unterstützung für das Bündnis.

Dr. Frank hierzu: „Die zukünftige Entwicklung der Bahnanbindung des Landkreises steht auf tönernen Füßen. Verbindliche Zusagen ob und wie der Landkreis in den nächsten Jahren mit einer angemessenen Verkehrsanbindung rechnen kann, lassen weiter auf sich warten.“ Grund genug für Dr. Frank sich im „Bündnis für den Bahnverkehr“ einzubringen und sein Engagement für den Bahnverkehr nun auch in den Industriestammtisch hineinzutragen: „Jede Industrieregion ist nur so gut wie es die infrastrukturellen Voraussetzungen erlauben. Die Einstellung des Fernverkehrs auf der Saalbahn und erhebliche Einbußen bei der Güterverkehrsanbindung würden den Lebens- und Wirtschaftsraum zukünftig in einem nie geahnten Ausmaß abwerten. Es ist an der Zeit, dass die kommunalen Verwaltungen gemeinsam mit der Wirtschaft und weiteren gesellschaftlichen Institutionen um die Beibehaltung des Fern- und Nahverkehrsangebotes insbesondere auf der Saalbahn ringen. Wenn wir in der Region zusammenstehen und mit einer Stimme sprechen, können wir unsere Ziele erreichen.“ Dr. Frank sieht die Unterstützung des Bündnisses durch den Industriestammtisch daher als logische Konsequenz. Dies gilt besonders, da es dem Bündnis gelang, eine regionale Vernetzung zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus ehrenamtlichen Initiativen, aus der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung zu initiieren sowie die Belange der Region im Zusammenhang mit anderen betroffenen Landkreisen und Kommunen zu sehen. Das Netzwerk erstreckt sich längs der Saalbahn von Lichtenfels über Kronach bis nach Jena, von Gera bis nach Weimar. Es ist eine gemeinsame Aktion zwischen Bündnissen, Kommunen und Landkreisen entstanden. Gemeinsam mit der Landesregierung in Thüringen wollen wir eine Lösung finden, die für alle Beteiligten annehmbar ist und die sicherstellt, dass in der wirtschaftlich starken Region Ostthüringen ein attraktives Fern- und Nahverkehrsangebot der Bahn zur Verfügung steht.

Mit lobenden Worten für die bisherige Aktivität des Bündnisses signalisierte Landrat Marko Wolfram die Unterstützung durch den Landkreis, dieser schlossen sich die Unternehmen des Industriestammtisches an.

Das fränkisch-thüringische Traditionsunternehmen HEINZ-GLAS blickt auf eine fast 400 Jahre alte Glasmachergeschichte zurück. Heute zählt die Firma 3.000 Beschäftigte und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem „Global Player“ entwickelt. Damit das Unternehmen auch in Zukunft wachsen kann, ist eine leistungsfähige und attraktive Verkehrsinfrastruktur wesentliche Voraussetzung. Geschäftsführer Carl-August Heinz: „Mit großen Bedenken verfolgen wir die verkehrspolitische Entwicklung der Region und befürchten erhebliche Nachteile für unseren Wirtschaftsstandort.“ Heinz führt kritisch fort: „Die das Bündnis unterstützenden Unternehmen des Industriestammtisches verlangen keinen Großflughafen. Jedoch fordern wir die Bedienung einer vorhandenen, wirtschaftlichen und für den Fernverkehr genutzten Bahnstrecke, die durch kontinuierlichen Ausbau und Sanierung eine der wichtigsten Nord-Süd-Strecken Deutschlands geworden ist. Eine Renaissance des Postkutschen-Zeitalters in der Region lehnen wir entschieden ab.“

Die Unternehmen verständigten sich, das Bündnis auch finanziell und organisatorisch zu unterstützen. Für das Jahr 2015 haben Herr Batzke, Geschäftsführer der Rudolstädter Systembau und Herr Heinz ihre Unterstützung zugesagt. Die teilnehmenden Industrieunternehmen und der Landkreis planen das Bündnis langfristig zu unterstützen. Wie diese Unterstützung im Detail aussehen soll, steht auf der Agenda des nächsten Treffens des Industriestammtischs. Dr. Frank zeigt sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: Mit der nun erfolgten Rückenstärkung durch Industrie und Landkreis können wir unsere Arbeit im Bündnis fortsetzen und intensiveren.