Wenn Ministerpräsident Bodo Ramelow und die Landesregierung am 9. November 2015 zum Ostthüringer Bahngipfel nach Jena laden, werden auch zwei Vertreter des Bündnisses für den Bahnverkehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt mit am Tisch sitzen. „Die Einladung zum Bahngipfel zeigt, dass unser Bündnis mittlerweile ein wichtiger Partner in Fragen des Bahnverkehrs im Freistaat ist“, sagt Alexander Zeuner, der gemeinsam mit Sprecher Dr. Klaus Frank das Bahnbündnis in Jena vertreten wird.

Den Schwerpunkt des Gipfels am 9. November bildet die Zukunft des Fernverkehrs in Ostthüringen. Neben der Mitte-Deutschland-Verbindung wird vor allem die Saalbahn im Fokus stehen. „Wir fordern, dass das Fernverkehrskonzept der Deutschen Bahn (DB) auf der Saalbahn unmittelbar mit der Inbetriebnahme der ICE-Neubaustrecke durch den Thüringer Wald im Dezember 2017 umgesetzt wird, so Zeuner weiter.

Das Fernverkehrskonzept der DB sieht auf der Saalbahn eine IC-Verbindung im Zweistundentakt von Leipzig über Nürnberg und Stuttgart nach Karlsruhe vor. „Dies ist zwar kein Ersatz für den wegfallenden ICE, aber immerhin ein Anfang. Wir setzen uns daher dafür ein, dass der IC in Richtung Norden, mindestens in den Tagesrandlagen, bis nach Berlin verlängert wird“, verdeutlicht Dr. Klaus Frank.

Das Bündnis für den Bahnverkehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt steht im engen Kontakt mit dem Bündnis „Fernverkehr für Jena“. In den vergangenen Wochen hat es mehrere Treffen gegeben, bei denen eine gemeinsame Position erarbeitet wurde. „Seitens der Landesregierung, insbesondere Ministerpräsident Ramelow und Ministerin Keller, gab es bereits positive Signale bezüglich der Forderungen der Ostthüringer Bahnbündnisse. Diese Unterstützungssignale machen uns Hoffnung, dass wir am 9. November zu konkreten Ergebnissen kommen“, erklärt Zeuner.

Neben der neuen IC-Linie auf der Saalbahn setzt sich das Bündnis für schnellere RE-Direktverbindungen an die ICE-Kreuze Erfurt, Leipzig und Halle ein. Nur in der Kombination von IC-Taktverkehr und attraktiven Regionalverkehrsverbindungen, kann der Wegfall des ICE auf der Saalbahn kompensiert und für die Region auch in Zukunft eine leistungsfähige Bahnanbindung garantiert werden, stellt Dr. Klaus Frank abschließend klar.

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