Mit dem Fahrplanwechsel am 09.12.18 ergeben sich auf der Saal- und Frankenwaldbahn teilweise deutliche Verbesserungen. Insbesondere Pendler nach Jena profitieren.
Der jährliche Fahrplanwechsel der Bahn Anfang Dezember war in den vergangen Jahren meist mit deutlichen Verschlechterungen für die Region Saalfeld-Rudolstadt verbunden. In diesem Jahr sieht das erstmals wieder anders aus. Richtung Norden erhalten die Orte entlang der Saalbahn eine stündliche Direktverbindung nach Halle (bislang alle zwei Stunden) u. a. mit Zwischenhalten in Weißenfels und Merseburg. Der neue RB25 benötigt für die Fahrt entlang der Saale knapp zwei Stunden. Rudolstadt und Saalfeld profitieren zudem vom verlängerten Franken-Thüringen-Express (FTX), der zukünftig alle zwei Stunden bis Leipzig durchfährt. Bislang endete der Zug aus Nürnberg in Jena-Saalbahnhof. Die Fahrtzeit von Saalfeld nach Leipzig reduziert sich dadurch um 16 Minuten. Das heißt, der FTX braucht auf seiner Fahrt in die Messestadt dann genauso lange wie früher der ICE, hält allerdings an mehr Bahnhöfen, z. B. Kahla und Camburg und Weißenfels. Richtung Süden ergeben sich ebenfalls deutliche Verbesserungen. So erhält Saalfeld mit dem Fahrplanwechsel eine stündliche Direktverbindung nach Nürnberg (bislang alle zwei Stunden). Auch die Fahrzeit verringert sich um rund 10 Minuten. Bei einer Weiterfahrt nach München spart man gar 15 Minuten ein (mit Umstieg in Nürnberg). Die spürbarste Verbesserung ergibt sich allerdings zwischen dem Städtedreieck und Jena. Mit der Einführung der neuen Expresslinie 15 (RE15) ist man von Rudolstadt zukünftig innerhalb von 20 Minuten in Göschwitz (Saalfeld 30 Minuten) und in 25 Minuten im Paradies (Saalfeld 35 Minuten). In Kombination mit dem RB25 und dem FTX ergibt sich so zwischen dem Städtedreieck und Jena ein Halbstundentakt und zwar nicht nur in der Hauptverkehrszeit, sondern bis abends. „Wir freuen uns, dass die Landesregierung Wort gehalten hat und unsere Region in der Zwischenzeit, bis zur Rückkehr des regelmäßigen Fernverkehrs auf der Saalbahn im Dezember 2023, ein attraktives Bahnangebot im Nahverkehrsbereich erhalten hat“, erklärt Alexander Zeuner vom 
hiesigen Bahnbündnis. Klaus Frank ergänzt: „Wir hoffen, dass mit dem verbesserten Angebot mehr Jena-Pendler das Auto stehen lassen und den Zug nehmen. Insbesondere mit Blick auf den begonnenen Tunnelbau in Rothenstein und der Ortsumgehung in Zeutsch wird die Bundesstraße 88 in den kommenden Jahren noch unattraktiver. In puncto Geschwindigkeit und Komfort ist die Bahn auf dieser Strecke unschlagbar.“